Biergarten in Franken: mehr als ein Tisch im Freien
In Franken gehört der Biergarten zum Sommer wie die Bratwurst zum Weckla. Viele Wirtschaften haben einen, manche bestehen im Sommer fast nur daraus. Typisch sind lange Bänke, Bäume als Schattenspender, Selbstbedienung an der Schänke und ein Publikum, das quer durch alle Altersgruppen geht. Man setzt sich dazu, wo Platz ist, auch zu Fremden.
Eine fränkische Besonderheit ist der Bierkeller. Früher lagerten Brauereien ihr Bier in Felsenkellern am Hang, weil es dort auch im Sommer kühl blieb. Über den Kellern entstanden Schankplätze unter Bäumen. In der Region heißt es deshalb oft nicht „in den Biergarten“, sondern „auf den Keller“. Die Felsengänge unter der Nürnberger Altstadt erzählen dieselbe Geschichte, mehr dazu im Ratgeber Was unternehmen in Nürnberg.
Kellerkultur rund um Nürnberg: Erlangen und Forchheim
Wer die Kellerkultur in groß erleben will, fährt nach Erlangen oder Forchheim. Am Erlanger Burgberg wurden laut der Stadt Erlangen ab 1675 Bierkeller in den Hang gegraben. Dort findet seit 1755 jedes Jahr an Pfingsten die Erlanger Bergkirchweih statt, zwölf Tage lang, mit Ausschank an den historischen Kellern. Die Erlanger nennen sie liebevoll „den Berch“.
In Forchheim gibt es den Kellerwald mit seinen Bierkellern. Dort feiert die Stadt jedes Jahr um den Annatag am 26. Juli das Annafest, bei dem laut Veranstalter in 23 Kellern ausgeschenkt wird. Beide Feste sind voll, laut und fränkisch durch und durch. Wenn ihr hinwollt, plant die Anreise mit Bus und Bahn, denn wer feiert, fährt nicht.
Ideen für den Tag in Erlangen und Fürth stehen im Ratgeber Aktivitäten in Fürth und Erlangen.
Darf man die eigene Brotzeit mitbringen?
Im traditionellen bayerischen Biergarten ja. In der Begründung der Bayerischen Biergartenverordnung vom 20. April 1999 wird die Möglichkeit, die mitgebrachte Brotzeit dort ohne Verzehrzwang zu essen, als typisches Merkmal des Biergartens genannt. Die Verordnung selbst regelt vor allem Lärm und Betriebszeiten.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Essen und Trinken: Getränke kauft man beim Wirt, mitgebrachtes Bier ist tabu. Und nicht jeder Gastgarten, der sich Biergarten nennt, ist ein traditioneller Biergarten im Sinne der Verordnung. Viele Lokale mit bedientem Außenbereich erlauben keine eigene Brotzeit. Im Zweifel einfach freundlich fragen oder auf ein Schild achten.
- Getränke beim Wirt kaufen, nicht selbst mitbringen.
- Eigene Brotzeit nur an den Selbstbedienungstischen, nicht an gedeckten Tischen mit Bedienung.
- Müll wieder mitnehmen oder in die vorgesehenen Behälter.
- Platz teilen: Wer allein an einem langen Tisch sitzt, rückt zusammen.
- Krüge und Gläser zur Rückgabe bringen, vor allem wenn Pfand drauf ist.
Ausflug plus Einkehr: so wird ein Tag daraus
Ein Biergarten ist ein schönes Ziel, noch schöner wird er mit einem Weg dorthin. Klassiker sind eine Radtour an der Pegnitz entlang, eine Wanderung in der Fränkischen Schweiz oder ein Spaziergang um den Dutzendteich. Ideen für draußen sammeln wir im Ratgeber Outdoor-Aktivitäten in Nürnberg, für warme Tage im Ratgeber Sommer in Nürnberg.
Wichtig bei allem, was mit einem Fahrzeug zu tun hat: Wer fährt, trinkt nicht. Plant die Einkehr so, dass die Fahrt vorbei ist, bevor das erste Seidla kommt, oder sorgt für jemanden, der nüchtern bleibt.
So passt eine Hot-Rod-Tour dazu
Unsere Touren starten und enden am Tucherhof an der Marienbergstraße 110, einem Wirtshaus mit Biergarten am Marienbergpark im Nürnberger Norden. Das macht die Kombination leicht: erst selbst fahren, dann sitzen bleiben. Vor oder nach der Tour könnt ihr dort essen und trinken, Fahrer natürlich erst, wenn der Hot Rod abgestellt ist.
Die Tour zur Kathi-Bräu verbindet beides noch direkter: 4 Stunden durch die Fränkische Schweiz zum Biergarten der Kathi-Bräu in Heckenhof bei Aufseß, mit Einkehr, ab 199 € pro Fahrer. Weil danach noch zurückgefahren wird, bleibt es für Fahrer alkoholfrei. Kürzer geht es mit der City-Tour, 2 Stunden ab 99 €, danach direkt in den Biergarten am Tucherhof.
Anfragen geht unverbindlich über unser Anfrageformular, das dauert etwa eine Minute. Wir melden uns mit Terminvorschlägen, verbindlich wird es erst mit unserer Bestätigung. Bei starkem Regen wird verschoben. Wie ihr zum Tucherhof kommt, steht unter Treffpunkt und Anfahrt.
Hexenhäusle
Biergarten am Vestnertorgraben in der Altstadt mit Blick auf die Kaiserburg und fränkischen Klassikern wie Schäufele.
Altstadt · Burgblick
Altstadthof
Hausbrauerei mitten in der Altstadt, mit eigenen Bieren und regionalen Spezialitäten. Gut kombinierbar mit einem Stadtbummel.
Altstadt · Hausbrauerei
Kopernikus an der Insel Schütt
Biergarten an der Burgmauer neben dem Krakauer Turm, mit fränkischem Landbier und polnischen Piroggen.
Altstadt · am Wasser
Schanzenbräu in Gostenhof
Hip und beliebt, mit hauseigenem Bier, Brotzeit und Bratwürsten. Ein Treffpunkt für den Stadtteil und darüber hinaus.
Gostenhof · Brauereiwirtschaft
Palais Schaumburg
Schöner Hinterhof in Gostenhof mit vielen vegetarischen Gerichten. Ruhiger als die großen Biergärten.
Gostenhof · Hinterhof
Gutmann am Dutzendteich
Traditioneller Biergarten unter schattigen Bäumen mit Blick aufs Wasser. Davor oder danach ein Spaziergang um den Teich.
Südosten · am See
Biergarten im Hummelsteiner Park
Grüne Oase in der Südstadt mit Selbstbedienung. Laut Tourismus Nürnberg darf hier die eigene Brotzeit mitgebracht werden.
Südstadt · Selbstbedienung
Schnepperschütz an der Hallerwiese
Ein umgebautes ehemaliges Toilettenhäuschen als Schänke, mit Wein und Aperol Spritz auf der Wiese an der Pegnitz.
Hallerwiese · klein und lässig
Tucherhof am Marienbergpark
Wirtshaus mit großem Biergarten im Nürnberger Norden, zugleich Start und Ziel unserer Hot-Rod-Touren.
Norden · nach der Tour
Häufige Fragen
Welche Biergärten in Nürnberg haben Burgblick?
Bekannt dafür ist das Hexenhäusle am Vestnertorgraben, das Tourismus Nürnberg mit Aussicht auf die Kaiserburg empfiehlt. Auch rund um die Insel Schütt sitzt man in der Altstadt nah an der historischen Stadtmauer.
Darf ich in Nürnberger Biergärten eigenes Essen mitbringen?
In traditionellen Biergärten mit Selbstbedienung meist ja, das gilt nach der Begründung der Bayerischen Biergartenverordnung von 1999 als typisches Merkmal. Getränke kauft man beim Wirt. In Lokalen mit Bedienung vorher fragen.
Was ist der Unterschied zwischen Biergarten und Bierkeller?
Ein Bierkeller ist ursprünglich ein Lagerkeller im Fels, über dem ein Ausschank unter Bäumen entstand. In Franken sagt man deshalb oft „auf den Keller gehen“. Bekannte Kellerfeste sind die Erlanger Bergkirchweih und das Forchheimer Annafest.
Kann man eine Hot-Rod-Tour mit einem Biergarten verbinden?
Ja. Unsere Touren starten und enden am Tucherhof mit Biergarten. Die Tour zur Kathi-Bräu führt 4 Stunden durch die Fränkische Schweiz mit Einkehr, ab 199 € pro Fahrer. Am Steuer bleibt es alkoholfrei.
Wann haben Biergärten in Nürnberg Saison?
Die meisten öffnen, sobald es warm genug ist, und schließen im Herbst. Feste Zeiten legt jeder Wirt selbst fest, schau vorher auf der Seite des jeweiligen Biergartens nach.
Stand: 5. Oktober 2026 · Team Seifenkistla, Hot Rod Nürnberg



