Was eine gute Ausfahrt ausmacht
Eine Ausfahrt ist keine Anfahrt. Es geht nicht darum, schnell irgendwo anzukommen, sondern um den Weg: Landstraßen, die sich durch Täler schlängeln, kleine Orte mit Fachwerk, eine Pause mit Aussicht. Rund um Nürnberg ist die Auswahl dafür groß, weil die Stadt von ganz unterschiedlichen Landschaften umgeben ist. Im Norden und Osten Kalkfelsen und Juralandschaft, im Süden Flusstäler und Seen, im Westen Laubwald und Weinberge.
Am schönsten wird eine Ausfahrt mit einem lockeren Plan: eine Region aussuchen, ein Ziel für die Mittagspause festlegen und den Rest nach Lust und Wetter fahren. Autobahn lässt du am besten ganz weg.
Die fünf Regionen im Überblick
Fränkische Schweiz (Norden): Der Klassiker. Felstürme, Burgen wie in Gößweinstein und Pottenstein, das Wiesenttal mit Muggendorf und Streitberg, dazu viele Brauereigasthöfe. Die Straßen folgen oft den Tälern, die Ausblicke wechseln hinter jeder Kurve. Mehr dazu im Ratgeber Ausflug in die Fränkische Schweiz.
Hersbrucker Schweiz (Osten): Rund um Hersbruck und das Pegnitztal geht es ähnlich felsig zu, nur ruhiger und näher an der Stadt. Ideal, wenn du nur einen halben Tag hast.
Altmühltal (Süden): Breite Flusstäler, Wacholderheiden und markante Kalkfelsen wie die Zwölf Apostel bei Solnhofen. Ein großer Teil des Tals gehört zum Naturpark Altmühltal. Hier fährt man gemütlich und hält oft an.
Fränkisches Seenland (Südwesten): Die Seen entstanden laut Bayerischem Umweltministerium zwischen 1974 und 2000, um Wasser aus dem Donau- und Altmühlgebiet in das trockenere Regnitz-Main-Gebiet überzuleiten. Der Große Brombachsee ist mit rund 8,7 Quadratkilometern der größte, dazu kommen Altmühlsee und Rothsee. Im Sommer ein Ziel mit Badestopp.
Steigerwald (Westen): Weite Laubwälder, ruhige Straßen und am Rand die ersten Weinorte. Im Herbst, wenn die Buchen sich färben, besonders schön.
Wann sich welche Region lohnt
- Frühling: Fränkische Schweiz zur Kirschblüte im April und Mai, wenn die Täler blühen.
- Frühsommer: Altmühltal und Hersbrucker Schweiz, bevor es heiß wird und die Wiesen gemäht sind.
- Hochsommer: Fränkisches Seenland, weil Wasser in der Nähe ist. Früh losfahren, die Parkplätze an den Seen werden am Wochenende voll.
- Herbst: Steigerwald und Fränkische Schweiz, wenn das Laub sich färbt und die Luft klar ist.
Tipps für entspannte Ausfahrten
Die schönsten Strecken sind am Wochenende auch die vollsten. Ausflügler, Radfahrer, Wanderer und viele Motorradfahrer teilen sich dieselben Straßen. Mit ein paar Regeln bleibt es für alle entspannt:
- Unter der Woche oder früh am Morgen fahren: Dann gehören dir die Täler fast allein.
- Rücksicht auf Anwohner: In vielen Ausflugsregionen ärgern sich Anwohner über Lärm. Gleichmäßig und ruhig durch die Orte fahren.
- Mit Radfahrern rechnen: Gerade in Tälern sind viele unterwegs. Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen gilt innerorts mindestens 1,5 Meter, außerorts mindestens 2 Meter Seitenabstand (§ 5 Abs. 4 StVO).
- Landwirtschaft einplanen: Traktoren und Erntemaschinen sind in Franken normal. Geduld spart Nerven.
- Wildwechsel beachten: In Waldgebieten in der Dämmerung langsamer fahren.
- Pausen einplanen: Wer alle anderthalb bis zwei Stunden anhält, fährt konzentrierter.
- Tanken vorher: Auf dem Land sind Tankstellen seltener als in der Stadt.
Ausfahrt im offenen Fahrzeug: worauf es ankommt
Im Cabrio, auf dem Motorrad oder im Hot Rod erlebt man eine Landschaft ganz anders als hinter der Windschutzscheibe. Man riecht den Wald, spürt, wie es im Tal kühler wird, und hört die Umgebung. Dafür braucht man passende Kleidung, auch im Sommer eine Schicht mehr, als man denkt. Tipps dazu stehen im Ratgeber Was anziehen zur Hot-Rod-Tour.
So passt eine Hot-Rod-Tour dazu
Wer die Landstraßen nördlich von Nürnberg erleben will, ohne Route, Navi und Tanken selbst zu organisieren, kann bei uns mitfahren. Bei der Tour in die Fränkische fährst du 3 Stunden selbst im offenen Hot Rod, ein Guide fährt vorneweg und legt die Route am Tag fest. Preis ab 169 € pro Fahrer. Mit Einkehr im Biergarten gibt es die 4-stündige Tour zur Kathi-Bräu ab 199 €. Start und Ende ist am Tucherhof im Nürnberger Norden. Autobahn fahren wir nie.
Vorerfahrung brauchst du nicht, vor jeder Tour gibt es eine Einweisung. Fotos und Videos macht unser Team, du bekommst sie kostenlos. Auf Google haben wir 4,7 Sterne bei 41 Bewertungen (Stand Oktober 2026).
Der Weg dahin: unverbindlich anfragen, unsere Bestätigung bekommen, am Tucherhof losfahren. Bei starkem Regen wird verschoben oder du bekommst einen Gutschein. Was du mitbringen musst, steht im Ratgeber Hot Rod fahren: Voraussetzungen.
Häufige Fragen
Wo kann man rund um Nürnberg schön fahren?
Beliebt sind die Fränkische Schweiz im Norden, die Hersbrucker Schweiz im Osten, das Altmühltal im Süden, das Fränkische Seenland im Südwesten und der Steigerwald im Westen. Alle eignen sich für einen Tagesausflug.
Welche Region ist am nächsten an Nürnberg?
Die Hersbrucker Schweiz östlich der Stadt und der Süden der Fränkischen Schweiz nördlich von Erlangen sind schnell erreicht und eignen sich auch für einen halben Tag.
Wann ist die beste Zeit für eine Ausfahrt in die Fränkische Schweiz?
Im Frühling zur Kirschblüte im April und Mai und im Herbst, wenn das Laub sich färbt. Unter der Woche und früh am Morgen ist es deutlich ruhiger als am Wochenende.
Kann ich eine Ausfahrt in die Fränkische Schweiz geführt machen?
Ja, zum Beispiel mit unserer Hot-Rod-Tour In die Fränkische: 3 Stunden selbst fahren hinter einem Guide, ab 169 € pro Fahrer, Start und Ende am Tucherhof in Nürnberg.
Welche Strecke fährt die Hot-Rod-Tour genau?
Die Route legt der Guide am Tourtag fest, abhängig von Wetter, Verkehr und Gruppe. Autobahn, Gelände und Rennstrecke sind nie dabei.
Stand: 5. Oktober 2026 · Team Seifenkistla, Hot Rod Nürnberg


